Serie: So geht selbständig heute! Teil 1: Soll ich oder soll ich nicht?

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Nach welchen Kriterien sich Gründer heute für die Selbständigkeit entscheiden

Bild: Pixabay; rawpixel

Freiburg, 31. Oktober 2019 – Bei der Entscheidung für eine Selbständigkeit gilt es, vieles gut zu bedenken. Ob Freiberuf oder Gewerbe, Start aus der Arbeitslosigkeit heraus, nach einer selbstmotivierten Kündigung oder direkt nach der Ausbildung – immer handelt es sich um eine Existenz-Gründung, die existenzielle Fragen aufwirft. Da kann sich schnell Verunsicherung breit machen. Diese Info-Serie von Lexware soll helfen, Licht ins Gründungsdunkel zu bringen und Taschenlampen an die Hand zu geben – für die ersten Schritte ins neue Leben als Selbständiger.

Wann genau ist jemand selbständig? Selbständig ist, wer seine angebotene Dienstleistung auf eigene Rechnung macht, nicht weisungsgebunden ist und seine Arbeitszeit und den Arbeitsort frei bestimmen kann. Selbstständige arbeiten im Auftrag ihrer Kunden und nicht auf Weisung eines Vorgesetzen; ein Großteil der Selbständigen arbeitet allein. Es gibt aber auch viele Firmengründer, die Verantwortung für Mitarbeiter tragen.

Wie geht das: „selbständig“?

Existenzgründer beschäftigen sich anfangs sehr oft mit der Frage, ob sie überhaupt dazu geeignet sind, sich selbstständig zu machen.Gibt es eine Unternehmerpersönlichkeit -und wenn ja, was macht sie aus? Die gute Nachricht für alle Zweifler: Im Prinzip kann sich jeder selbstständig machen; es kommt nur darauf an, dass die Selbstständigkeit individuell passt. Es gibt Millionen Selbstständige und alle leben ihre ganz eigene Form. Jeder hat unterschiedliche Stärken und Schwächen. Der Punkt ist, in Bezug auf die Selbstständigkeit die eigenen Stärken ideal zu nutzen und die Schwächen gezielt auszugleichen. Dafür muss sich der Gründer selbst gut kennen und die richtigen Prioritäten setzen. Wer dafür den Kopf frei haben will, schafft sich smarte Software rund ums Business an, die zuverlässig, exakt und gesetzeskonform hilft, die Alltagsaufgaben schnell zu erledigen.

Die Planung der Existenzgründung ist der Startpunkt für jede Selbstständigkeit. Die jeweilige Ausgangssituation ist dafür und für die weiteren Schritte maßgeblich. Wird nebenberuflich oder hauptberuflich gegründet? Aus der Arbeitslosigkeit heraus oder gleich nach der Uni? Muss ein Gewerbe oder Handwerk angemeldet werden oder besteht die Möglichkeit, freiberuflich zu arbeiten? Freiberufler üben Tätigkeiten aus, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen. Dazu zählen Ärzte, Diplom-Psychologen, Anwälte, Steuerberater, Ingenieure, Architekten, Journalisten, Dolmetscher oder Sachverständige. Das einfachste Geschäftsmodell ist, als Kleinunternehmer zu starten. Hier sind weder eine Anmeldung beim Gewerbeamt noch ein Eintrag ins Handelsregister notwendig, und gegenüber den Behörden genießt der Stand einen Sonderstatus.

Für eine Gründung aus der Arbeitslosigkeit heraus gibt es den staatlichen Gründerzuschuss der Bundesagentur für Arbeit. Voraussetzung für die Gewährung ist die Darlegung entsprechender Kenntnisse und Fähigkeiten, die zur Ausübung der selbstständigen Tätigkeit erforderlich sind. Durch eine fachkundige Stelle (IHK, HWK, Fachverbände oder Kreditinstitute) wird zudem geprüft, ob weitere Voraussetzungen für die Selbstständigkeit erfüllt sind.

Grundlage für jede Selbstständigkeit ist zuallererst eine gut durchdachte Geschäftsidee. Doch die allein genügt nicht. Es braucht auch eine Strategie, einen Plan zur Umsetzung und ein gewisses Budget. Sinnvoll ist es, sich einen Plan zu erstellen, womit die Einnahmen erzielt und wie Kunden gewonnen werden sollen. Solch ein Businessplan besteht aus zwei Teilen: dem Text- und dem Zahlenteil. Der Textteil stellt die Geschäftsidee im Detail dar; der Zahlenteil kalkuliert Kosten und Gewinnerwartung für die ersten Jahre. Für das Erstellen eines professionellen Businessplans gibt es viele hilfreiche Anleitungen und Checklisten im Internet sowie bei beratenden Institutionen. Empfehlenswert ist, zusätzlich eine Gründerberatung in Anspruch zu nehmen. In jeder größeren Stadt gibt es kostenlose Angebote; auf der Internetseite des BMWi finden sich alle notwendigen Informationen dazu.

Welche Finanzierung bietet sich an?

Es ist fast unmöglich, eine Existenzgründung ohne Kapital zu realisieren. In den allermeisten Fällen kommen Gründer nicht daran vorbei, eigenes Geld einzusetzen oder einen Kredit zu beantragen. Wieviel Startkapital sollte man vorweisen, wenn man sich selbstständig machen möchte? Ein Eigenkapital von rund 15 Prozent der gesamten Anfangskosten gilt es, als Rücklage für die Selbstständigkeit einzuplanen. Oftmals reicht das Eigenkapital jedoch nicht aus, um den Start der Existenzgründung zu finanzieren; dann ist es wichtig, sich frühzeitig um Geldgeber zu bemühen, staatliche Förderungen auszuloten oder sich fit zu machen für ein Bankendarlehen.

Das Einrichten eines separaten Firmenkontos ist ein Muss. Die geschäftlichen Umsätze sollten von Anfang an strikt von allem Privatem getrennt werden, denn sonst besteht die Gefahr, schnell den Überblick zu verlieren. Wer bilanzierungspflichtig ist, muss ohnehin alle Umsätze über ein separates Konto abwickeln. Mittlerweile gibt es Apps wie das mobile Geschäftskonto von Kontist, die es dem Anwender nicht nur ermöglichen, mobil am Smartphone seine Bankgeschäfte zu erledigen, sondern die sogar die klassischen Bankfunktionen mit gängiger Buchhaltungssoftware, beispielsweise lexoffice, verknüpfen. So hat der Selbständige stets schnell, bequem und in Echtzeit Einblick in seine aktuelle Geschäftssituation.

Welche Versicherungen sind wichtig?

Es gibt eine ganze Reihe notwendiger Versicherungen für Existenzgründer und Selbstständige. Die wichtigsten sind die Betriebs- und Berufshaftpflicht, die vor Personen- und Sachschäden schützen. Des Weiteren ist eine Inventarversicherung sinnvoll, wenn Büroräume angemietet werden. Bei einer beratenden oder gutachterlichen Funktion sollte auch über eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung nachgedacht werden. In den ersten Jahren der Selbstständigkeit beruhigt viele Existenzgründer, die zuvor als Angestellte tätig waren, die Möglichkeit, die Arbeitslosenversicherung freiwillig weiter zu führen. Und auch die Alterssicherung muss im Blick bleiben: Wer nicht länger in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlt, braucht eine private Alternative. Der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung zum Schutz der eigenen Arbeitskraft ist ratsam; die obligatorische Krankenversicherung versteht sich von selbst.

Wichtig für Gründer: Durchhaltevermögen!

Als Existenzgründer braucht es eine gute Portion Selbstbewusstsein und Durchhaltevermögen, um zum Erfolg zu kommen. Am Ende des Monats wartet kein festes Gehalt (mehr) auf dem Konto. Wer ausschließlich von den eigenen Leistungen leben will, kann eine längere Durststrecke erfahren, bis die Auftragslage rentabel ist. Der eigene Idealismus und die Bereitschaft, sich auch von Widerständen und Rückschlägen nicht vom Weg abbringen zu lassen, sind wesentliche Eigenschaften eines jeden erfolgreichen Selbstständigen. Fürs Durchhalten braucht es Wissen und Unterstützung, denn die Herausforderungen sind mannigfaltig. Der nächste Teil der Info-Serie führt exemplarisch vor, welche Risiken eine Gründung ohne ausreichendes Wissen mit sich bringt – und wo es praktische Hilfestellungen und Lösungen gibt.

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