Eile mit Weile?

Zurück zu Lexware

Für die Steuererklärung 2018 gibt es dieses Jahr mehr Zeit vom Staat – doch warum warten?

Bildquelle: pixabay; @Gerd Altmann

Freiburg, 21. Mai 2019 – Bislang war der Stichtag für die Abgabe der Einkommenssteuererklärung der 31. Mai. Seit diesem Jahr ist die Frist auf den 31. Juli verlängert worden. Da mag so mancher mit Blick auf den Kalender erleichtert aufatmen. Wieso aber warten, wenn jeder Steuerpflichtige sein Geld vom Staat früher zurückholen und durchschnittlich etwa 1.000 Euro erhalten kann?

Gute Nachrichten für alle, die unter Aufschieberitis leiden: Ab diesem Jahr verlängert sich die Abgabefrist für die Einkommensteuererklärung auf den 31. Juli des jeweiligen Folgejahres. Mit der verlängerten Frist kommen gleichzeitig schärfere Sanktionen bei Fristüberschreitung – möglich sind ab jetzt Verspätungszuschlag, Zwangsgeld bis hin zu Steuerschätzung und Zinsen. So fallen beispielsweise für eine erst im März 2020 ohne Berater abgegebene Steuererklärung für 2018 nun für jeden verspäteten Monat mindestens 25 Euro Verspätungszuschlag an!

Verlängerung von Abgabefristen möglich 

Unterstützen Steuerberater oder ein Lohnsteuerhilfeverein, verlängert sich die Abgabefrist automatisch auf den letzten Februartag des jeweils übernächsten Jahres. Für die Erklärung 2018 ist es wegen des Schaltjahres und eines Wochenendes sogar erst der 2. März 2020. Doch die Mehrheit macht die Steuererklärung selbst. Im Falle von Erkrankung oder anderen triftigen Gründen lassen sich individuelle Fristverlängerungen vereinbaren. Wer freiwillig ohne Verpflichtung zur Abgabe seine Steuererklärung abgibt, hat dafür insgesamt sogar vier Jahre lang Zeit.

Die (schnelle) Steuererklärung rechnet sich

Doch warum überhaupt warten und die Steuererklärung auf den Sommer verschieben? Mal abgesehen davon, dass bei Sonnenschein und Temperaturen über 25 Grad die Motivation dazu sicherlich nicht zunimmt: Die Steuererklärung lohnt sich! Etwa 1.000 Euro erhält jeder im Durchschnitt. Die lassen sich doch bestens gleich in einen Urlaub oder neue Balkonmöbel investieren! Auch für die vielen Bürger, die freiwillig abgeben können, bringt eine richtig gemachte Steuererklärung bares Geld. Etwa 500 Millionen Euro bleiben nach Schätzungen in der Staatskasse, weil keine freiwilligen Steuererklärungen gemacht werden. Geld, das den Steuerzahlern zusteht. Wie kommt es soweit? Das deutsche Steuerrecht mit seinen vielen Ausnahmen und Sonderregeln gilt als eines der kompliziertesten der Welt, und genau das schreckt viele ab. Oder sie lassen legale Gestaltungsspielräume aus Unkenntnis ungenutzt, die es gerade bei der Lohn- und Einkommensteuer gibt. Einfache und kostengünstige Software-Lösungen helfen dabei, Ängste abzubauen und Fehler zu vermeiden. Für korrekte Rückzahlungen bis zum letzten Cent bieten sich beispielsweise die Steuerlösungen von Lexware – smartsteuer, QuickSteuer und Taxman – an. 

Diese Neuerungen sind – neben den geänderten Fristen – bei der Steuererklärung 2018 noch beachtenswert:

  • Der Grundfreibetrag beträgt 2018 für Ledige 9.000 Euro und für Verheiratete 18.000 Euro. Bis zu diesem zu versteuernden Einkommen wird keine Steuer fällig.
  • Wandelt ein Arbeitnehmer einen Teil seines Gehalts in eine betriebliche Altersvorsorge (BAV) in Form einer Direktversicherung, einer Pensionskasse oder eines Pensionsfonds um, konnten 2018 bis zu 6.240 Euro steuerfrei einbezahlt werden (bis Ende 2017: bis 4.848 Euro). Steuerfrei umgewandelt werden können seit diesem Jahr 8 Prozent (bisher 4 Prozent) der Beitragsbemessungsgrenze in der Rentenversicherung West. Die BAV wird 2018 auch für Geringverdiener attraktiv: Für Arbeitnehmer mit einem Bruttoarbeitslohn von höchstens 2.200 Euro monatlich oder 26.400 Euro im Jahr winkt nun ein staatlicher Zuschuss.
  • Zahlt ein rentenversicherungspflichtiger Steuerzahler in einen Riester-Vertrag ein, gibt es für 2018 eine höhere staatliche Grundzulage von 175 Euro (bisher 154 Euro).
  • Die verschiedenen Fonds werden ab 2018 alle nach der gleichen Systematik besteuert. Es wird jährlich Abgeltungssteuer fällig, aber es kommen auch Freibeträge zum Tragen. Zudem gibt es keinen Bestandsschutz mehr für Fonds, die vor 2009 erworben wurden; dafür aber einen großen Freibetrag.
  • Seit dem 1. Januar 2018 bekommen Eltern mehr Kindergeld; gleichzeitig ist der Kinderfreibetrag, der steuerlich geltend gemacht werden kann, 2018 auf 4.788 Euro gestiegen. Eltern erhalten nur eine Form der Steuererleichterung: Kindergeld oder Kinderfreibetrag. Dabei gilt die automatische Günstigerprüfung durch das Finanzamt. Neu ist außerdem, dass bei erstmals 2018 eingereichten Kindergeldanträgen ab Antragstellung rückwirkend nur die letzten sechs Monate gezahlt werden.
  • Bisher konnten die sogenannten geringwertigen Wirtschaftsgüter (GWG) nur bis zu einer Grenze von 487,90 Euro (410 Euro netto) sofort abgesetzt werden. Lagen sie darüber, mussten sie über mehrere Jahre abgeschrieben werden. Zum 1. Januar 2018 wurde die „GWG-Grenze“ nahezu verdoppelt! Ab sofort lassen sich GWG bis zu 952 Euro (800 Euro netto) komplett einmalig absetzen.

Formelles:

  • Seit 2017 müssen mit der Steuererklärung nicht mehr die gesammelten Belege ans Finanzamt geschickt werden. Allerdings: Aus der Belegpflicht wurde eine Belegvorhaltepflicht; Quittungen und Belege müssen also weiterhin gesammelt und aufbewahrt werden, denn das Finanzamt darf sie jederzeit anfordern.
  • Das Steuergesetz wurde dahingehend geändert, dass der Steuerbescheid künftig auch nachträglich geändert werden kann, wenn durch Schreib- oder Rechenfehler dem Steuerpflichtigen ein Schaden entstanden ist.

Auf www.lexware.de findet sich alles Wissenswerte rund um das Thema Steuererklärung.

Download Pressebild: https://www.pr-vonharsdorf.de/wp-content/uploads/1865306_1920_pixabay_Gerd-Altmann.jpg

Bildnachweis: Pixabay, Gerd Altmann 

Pressekontakt:

Pressecenter Lexware

Nicole Packhaeuser
Munzinger Str. 9
79111 Freiburg
Tel: 0761 898-3171
E-Mail: presselexware@haufe-lexware.com
http://presse.lexware.de
twitter.com/Lexware /www.facebook.com/lexware

PR von Harsdorf GmbH
Elke von Harsdorf
Rindermarkt 7
Tel.: 089 189 087 333
80331 München
evh@pr-vonharsdorf.de
www.pr-vonharsdorf.de

Über Lexware

Mit den Produkten von Lexware, einer Marke der Haufe Group, bringen Anwender ihre geschäftlichen und privaten Finanzen in Ordnung. Von der Buchhaltung über Warenwirtschaft bis zu den Steuern. Die Lösungen sind übersichtlich und einfach und können nahezu ohne Vorkenntnisse eingesetzt werden. Lexware bietet eine Rundum-Absicherung mit innovativer Software, umfassende Online-Services und Branchen-Wissen. Über eine Million Nutzer arbeiten mit Deutschlands führenden Business-Komplett-Lösungen für Selbstständige, Freiberufler und Unternehmen bis 50 Mitarbeiter. Weitere Informationen unter www.lexware.de